Der Vielfalt begegnen #4

oder: Barrierefreiheit ist für alle da!

Foto: Sprechermikrofon in einer SprecherkabineMeine Arbeit als Online-Redakteurin für REHACARE.de dreht sich rund um die Themen Inklusion, selbstbestimmtes Leben und Barrierefreiheit. Vier Mal im Jahr steht auch die Produktion eines kleineren Videobeitrags auf dem Plan, der dann online veröffentlicht wird.

Anfang Dezember 2015 war es also wieder soweit: Nach dem Videodreh mit der Stralsunder Schauspielgruppe DIE ECKIGEN sichtete ich das Material und strickte daraus die fertige „Story“. Nächster Schritt: Offtexte einsprechen. Unser Cutter hatte bis zum Studiotermin alles auch schon so weit zusammengeschnitten, dass ich direkt zum „fertigen“ Video einsprechen konnte.

Während ich also in der Sprecherkabine stand, hörte ich von draußen plötzlich den Tontechniker sagen: „Oh, das Video hat ja sogar Untertitel. Super! So weiß ich jetzt auch ganz genau, was mich erwartet, habe den Text vor Augen und merke, wenn du dich mal versprechen solltest.“

Er war ernsthaft begeistert und positiv angetan von dem für ihn zusätzlichen Nutzen der Untertitel. Als ich ihm erzählte, dass wir alle unsere Videos untertiteln – sogar wenn wir live von der Messe aus Düsseldorf berichten, war er beeindruckt. Denn er ahnte, welch Arbeit dahinter steckt.

Und ja, die quasi wortwörtliche Untertitelung eines auch nur fünfminütigen Videos macht Arbeit und kostet Zeit. Zeit, die vor allem bei einer Liveberichterstattung eh schon knapp bemessen ist. Gerade die Untertitel haben schon manch einen unserer Cutter während der Messe in den Wahnsinn getrieben.

ABER: Das positive Feedback von gehörlosen und hörbehinderten Portal- und Messebesuchern zeigt mir jedes Mal aufs Neue, dass unser Einsatz es wert war!

Und die Anekdote im Tonstudio beweist:

Barrierefreiheit lohnt sich – immer!
Barrierefreiheit ist für alle da!
Barrierefreiheit fetzt!

Natürlich sind Untertitel nur ein Teil dieses Themenfeldes. Welche anderen Aspekte man gerade im Hinblick auf „Barrierefreiheit im Netz“ noch mitdenken sollte, kann man derzeit auch in der Blogparade zum openTransfer CAMP Inklusion am 30. Januar 2016 in München nachlesen. Mit diesem Beitrag nehme ich daran teil.

 

In dieser Rubrik werde ich ab sofort in lockeren Abständen kleine Anekdoten veröffentlichen, die für mich in den groben Dunstkreis der Vielfalt gehören. Weitere Beiträge findest du hier:
Der Vielfalt begegnen #1
Der Vielfalt begegnen #2
Der Vielfalt begegnen #3


11 Gedanken zu “Der Vielfalt begegnen #4

  1. Barrierefrei soll unser Ort auch werden, bei Münster. Bin gespannt, wann ich nicht mehr schräg im Rolli sitze, oder es so intensiv rappelt.
    Eure Arbeit ist echt zu bewundern. So hat mein Mann Hörgeräte und versteht auch nicht alles.
    Liebe Grüße Bärbel

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Bärbel,
      ja, Barrierefreiheit hat wirklich so viele unterschiedliche Facetten. Da gibt es noch eine ganze Menge zu tun…
      Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz bald auf deutlich weniger Barrieren in deinem Wohnort stößt!
      Lieben Dank auch für dein positives Feedback! 🙂
      Liebe Grüße, Nadine

      Gefällt mir

Und was ist dein (Mehr-)Blick zum Thema? Schreib es mir doch gerne in einem Kommentar! :-)

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