Fünf Gründe, warum unsere Gesellschaft Vielfalt und Inklusion braucht

Grafik: Inklusion?!? Vielfalt?!?Leere Worthülsen, unrealistische Konzepte – die Begriffe „Vielfalt“ und „Inklusion“ sind in aller Munde und werden teilweise heiß diskutiert. Doch müssen diese Grundsatz-Debatten wirklich in der Form geführt werden?

Nein! Denn von einer vielfältigen und inklusiven Gesellschaft können wir alle profitieren. Und eigentlich ist es doch ganz klar…

Unsere Gesellschaft braucht Vielfalt und Inklusion, denn:

  1. Vielfalt und Inklusion bringen neue Sichtweisen und Impulse in viele Aspekte unseres Alltags.
  2. Vielfalt und Inklusion sorgen auch für Verbesserungen an Stellen, an denen man ursprünglich gar nicht damit gerechnet hat.
  3. Vielfalt und Inklusion erweitern den Horizont von uns allen.
  4. Vielfalt und Inklusion bringen Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie zusammen gefunden hätten.
  5. Vielfalt und Inklusion sind nicht nur leere Worte, sondern Prozesse und Herausforderungen an unsere Gesellschaft, die uns alle wachsen lassen.
  6. Vielfalt liegt einfach im Wesen des Menschen. Und damit auch Inklusion.

Welche Gründe würdest du noch ergänzen?


11 Gedanken zu “Fünf Gründe, warum unsere Gesellschaft Vielfalt und Inklusion braucht

  1. @Sybille: Ja, das ist schön – und ich glaube auch, dass das wirklich gut funktionieren kann und vielen (nicht allen) Kindern auch wirklich in so vielerlei Hinsicht gut tut, zum einen die Vielfalt kennenzulernen und andererseits auch nicht ständig diesem Druck ausgesetzt zu sein!
    @Stefanini: Das, was du schreibst, kann ich auch an sich gut nachvollziehen, ich glaube auch, dass (und das sogar grundsätzlich!!!) die Lehrerausbildung einige Mängel hat, und das Inklusionskonzept holprig und undurchdacht umgesetzt wird. Andererseits muss man mal anfangen – die Frage ist nur, wie die Kultusminister mit den Problemen umgehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Konzept an die Lebenswirklichkein anpassen wird. Und die Gesellschaft dadurch entspannter wird, vielleicht sogar etwas von dem Leistungsdruck wieder verliert und insgesamt menschlicher wird!

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  2. Ich glaube nicht, dass irgendjemand etwas gegen Inklusion an sich haben dürfte. Da man alle Menschen gleich behandeln sollte und man die Welt sicherlich viel stärker so einrichten kann, dass man den wie-auch-immer Behinderten Behinderungen ausräumt. Mir kommt es auf die Art und Weise an. Die Inklusion ist undurchdacht und unvorbereitet. Lehrer haben nicht die passenden Fortbildungen, Schulen nicht die genügenden Ausrichtungen. So schürt man Abneigung.

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    1. Ja, da gebe ich dir Recht! Leider läuft vieles in Bezug auf Inklusion noch nicht so, wie es sollte. Gerade wie du auch schreibst: undurchdacht und unvorbereitet.
      Und wenn Lehrer, Schulen und unsere Gesellschaft an sich nicht auf Inklusion vorbereitet sind, ist es natürlich unnötig teuer und schreckt so ab…
      Beispiel: Barrierefreiheit kostet nur dann wirklich mehr, wenn sie nicht von Anfang an eingeplant wird…

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  3. Hallo, ich hatte vorurteilsfrei in einer Anlage gearbeitet, in der geistig behinderte Bewohner lebten. Von den wenigen Kontakten die ich vor dieser Zeit hatte, kann ich nicht sagen das ich je ein Ausschliessen erlebt habe. Nachdem ich in dieser „grün“ geführten Einrichtung, regelrecht kontrolliert wurde, was ich äußere, ok, das war wohl wegen der „Bewohner“, mit denen man zusammen gearbeitet hat oder so ähnlich. Ich habe mir den Laden, in dem die „Bewohner“ auf bestem Standard, in einer ruhigen Waldlage lebten, ganz in Ruhe mehrer Monate angesehen. Wirklich faszinierend, wenn „ein Gemeinsam“ so betont wird, das aber spätestens, beim arbeiten doch sehr zurücktritt oder bedenken Sie, wenn Leute zusammenstehen und vom König oder ihren Kontakten zu geschichtlichen Persönlichkeiten reden.Und das nicht nur Montags oder morgens. Wer das als eine Bereicherung ansieht, bitte. Oder nehmen Sie zwei 17jährige, die gerade über ihre ersten Fahrstunden reden und dann diese Inklusion. Ich habe nichts gegen diese Menschen, aber wenn ich gerade über ein Kamera-Objektiv rede und soll die Unterhaltung unterbrechen um zu lauschen was der König gesagt hat, bei jedem Kind hätte man weniger Verständnis. Ich habe das Thema „hoher Lebensstandard“ weiter oben erwähnt und frage mich, wenn ich die alleinerziehende Mutter im Secondhandladen sehe, die für ihr Kind Schuhe kauft. Ich persönlich habe es so gesehen, ein gesicherter Arbeitsplatz, in bester Lage, politisch äußerst korrekt und es hat meine Sicht auf diese Art von Inklusion definitiv verändert. Und was ich bei Besuchstagen gesehen habe, wenn sich der „Bewohner“ wie Schneekönig gefreut hat und die Besucher eher wieder froh waren, wenn sie im Auto Richtung Ausfahrt saßen. Die Realitäten hinter dem Wort „Vielfalt“ sind wohl etwas anders!

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    1. Hallo Tom,

      du schreibst, dass deine Erfahrungen deinen Blick auf Inklusion verändert haben. Wie genau ist denn dein Blick auf Inklusion und Vielfalt?

      Es ist natürlich noch immer oft so, dass nicht überall auch wirklich Inklusion drin ist, wo es drauf steht. Leider!

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  4. Noch ein Grund: Vielfalt und Inklusion sind menschlich: Der Mensch ist ein unglaublich vielfältiges Wesen und sollte so auch an der Gesellschaft teilhaben. Ein Stückweit ist Inklusion eine Voraussetzung dafür, dass die Menschheit erhalten bleibt: Mit jedem Detail, das wir ausgrenzen, grenzen wir ein Stück des Wesens des Menschen aus!

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    1. Meine Kinder besuchten eine integrative Grundschule mit altersgemischten Klassen ohne Frontalunterricht oder Hausaufgaben. Auch Noten gab es nicht, die Lehrer wurden geduzt und die Zeugnisse waren ca 3 Seiten lange Beschreibungen. Blieb ein Schüler sitzen, musste er die Klasse nicht wechseln, da diese ja altersgemischt waren und jeder Schüler eh seinen eigenen Lernplan hatte.
      Mir wurde prophezeit, dass ich meinen Kindern damit die Zukunft verbauen würde. Was soll ich sagen? Das eine Kind studiert mittlerweile und das andere ist mit Einser-Schnitt auf Abi-Kurs.

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      1. Ein schönes Beispiel aus der Praxis, das zeigt, dass es durchaus gehen kann, wenn man es will und konsequent (auch im Kleinen) durchsetzt.
        Freut mich, dass deine Kinder davon schulisch (und sicher auch menschlich) profitiert haben! 🙂

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