Embrace: Umarme deinen Körper, liebe dich selbst

Foto: Die DVD-Hülle der Doku EMBRACE ist zu sehen. Darauf liegen drei farbige Sticker mit jeweils dem Aufdruck: "Wow, dein Körper ist einzigartig!", "Yeah, Selbstliebe!" und "Oh, wie schön du bist!"
Seit dem 18. Mai gibt es die Dokumetation EMBRACE auch auf DVD und Video on Demand

Was wäre, wenn wir uns und unseren Körper einfach so annehmen und lieben würden? Und warum tun sich vor allem Frauen so unglaublich schwer damit? Diesen Fragen geht Taryn Brumfitt in ihrem Dokumentarfilm „Embrace – Du bist schön“ nach.

Berührend.
Aufwühlend.
Empowernd.

Das ist die lang ersehnte Doku EMBRACE für mich.

Ausgangspunkt ist Taryn Brumfitts eigene Geschichte. Es hat mich erschrocken, was für krasse Kommentare Taryn bekommen hat, als sie ihr inzwischen berühmtes Vorher-Nachher-Foto auf Facebook postete. Und es war ebenfalls erschreckend und berührend zugleich, was für Zuschriften sie anschließend bekam – von Frauen, die mit sich und ihrem Körper so dermaßen hadern.

Bei einer Straßenbefragung für die Doku sollten Frauen unterschiedlichen Alters ihren Körper beschreiben. Es fielen Bezeichnungen wie „zu dick“, „hässlich“ und immer wieder: „abstoßend“.

„Ich war einfach nie genug“

Und dann saß da Mia Freedman, die Chefredakteurin der australischen Cosmopolitan, und sprach vor der Kamera über die Wirkung von Bildern und darüber, wie sie unser Denken beeinflussen, welche Macht sie haben können. Wie Bilder in Frauenzeitschriften ihr jahrelang vermittelt haben, nicht genug und einfach nur falsch zu sein. Und genau deswegen beschloss sie in ihrer Position als Chefredakteurin diese Macht von Bildern zu nutzen – und zwar auf positive Weise.

Denn es geht in der Doku auch darum, Wege aufzuzeigen, wie man sich von all dem Selbsthass befreien kann. Und es treten Frauen vor die Linse, die dies auf unterschiedliche Art und Weise verkörpern: Plus-Size-Models, eine Frau mit starken Verbrennungen, eine mit extremem Bartwuchs, eine mit einer Essstörung und einige mehr.

Aber das sollte jede_r am besten selbst sehen.

Denn diese Doku sollten ganz ganz viele Frauen Menschen sehen. Und vielleicht würde es auf lange Sicht etwas bewirken – in uns allen.

Erschreckende Erkenntnis

Während ich den Film sah, kamen mir mehrfach die Tränen. Ich war aus ganz unterschiedlichen Gründen berührt. Und fühlte mich teilweise entlarvt. Schon länger frage ich mich immer wieder mal, wie ich beispielsweise Akt-Fotos von Ashley Graham so toll und ästhetisch finden und gleichzeitig so sehr mit mir selbst hadern kann. Wie lange denke ich selbst schon über ein ähnliches Fotoshooting nach. Und verschiebe es dann immer mit dem Gedanken „Naja, wenn du zehn (oder zwanzig) Kilo weniger wiegst vielleicht…“ Eine liebe Freundin, mit der ich unter anderem den Film sah, meinte im Anschluss ebenfalls, dass sie sich immer wieder bestimmte Kleidung nicht kauft, weil sie darauf warten will bis sie x Kilos abgenommen hat.

Das muss doch aufhören!?!

Wollen wir unser Leben lang darauf warten, bis wir das vermeintlich „richtige“ Gewicht und Aussehen für etwas haben, was uns schon jetzt Spaß machen und am Herzen liegen würde? Die Antwort muss eigentlich klar sein: Nein!

Aber dafür müsste auch endlich der „innere Kritiker“ verstummen. Diese Stimme in mir, die immer wieder schlecht über mich beziehungsweise meinen Körper spricht. Während ich EMBRACE sah, wurde mir bewusst, wie oft (Spoiler: zu oft) ich diese Gedanken sogar ausspreche. Mich selbst body-shame. Das war erschreckend…

Am Ende der Doku erscheint der Text:

#ihaveembraced
Will you?

Ich bin zwar ganz offensichtlich noch nicht an diesem Punkt, aber ich will es zumindest weiterhin versuchen.

Ich weiß zwar noch nicht genau, wie der für mich richtige Weg dorthin aussehen kann und wird, aber vielleicht hilft es ja zumindest, wenn man sich immer wieder deutlich vor Augen hält, wie wichtig Selbstliebe ist.

Verlosung #yeahSelbstliebe

Foto: Aufgeklappte Handyhülle, so dass die Vorder- und die Rückseite zu sehen sind. Darauf kleben insgesamt drei farbige Sticker mit jeweils dem Aufdruck: "Wow, dein Körper ist einzigartig!", "Yeah, Selbstliebe!" und "Oh, wie schön du bist!"
Selbstliebe-Reminder to go…

Passend dazu habe ich vor Kurzem ein kleines Sticker-Päckchen von Anybody Deutschland bekommen. Sie kleben nun auf meiner Handyhülle und sollen mir mehrfach täglich vor Augen führen, was ich noch verinnerlichen muss.

Und falls auch DU ein solchen Reminder gebrauchen könntest, hast du jetzt die Gelegenheit dazu:

Verrate mir in den Kommentaren doch einfach, wie weit du in Sachen Selbstliebe bereits bist.

Unter allen Kommentaren (hier und in den Social Networks) bis zum 30. Juni 2017 werde ich 5 Stickerpakete (mit je 5 Stickern pro Motiv) verlosen.

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

#yeahSelbstliebe


9 Gedanken zu “Embrace: Umarme deinen Körper, liebe dich selbst

  1. Ich habe seit der Pubertät, als mir meine Behinderung und mein krummer, gelähmter, vernarbter Körper so richtig bewusst wurde, Mühe meinen Körper zu akzeptieren wie er ist. Ich habe jetzt damit begonnen, die Bereiche meines Körpers zu fotografieren und werde als nächsten Schritt diese Fotos auf meinem Instagram-Profil posten, um zu schauen, wie die Follower darauf reagieren und mir so Mut zu machen, meinen Körper endlich so zu lieben, wie er eben ist.

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  2. Ich hab schon eine lange Reise zur Selbstliebe hinter mir. Ich bin das Marshmallow Mädchen, das auch anderen auf ihrem Weg helfen will. Mein Aktshooting habe ich auch schon gemacht – und es war ganz toll 🙂 Ich kann dich also nur dazu ermutigen!
    Aber auch ich erwische mich noch dabei, wie ich bestimmte Formulierungen benutze, die eine negative Konnotation haben. Man lernt also nie aus, gerade wenn eine „Erziehung“ so tief eingeprägt wurde.

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke dir für deinen Beitrag! Dass mit dem Aktshooting finde ich toll! 🙂
      Mal sehen, wann ich mich traue…
      Ich denke auch, dass es einfach auch ein (vielleicht lebenslanger?) Prozess ist, sich selbst zu lieben und so anzunehmen, wie man ist. Gerade wenn einem seit Ewigkeiten etwas anderes gesagt wurde und man ja auch heute noch ständig mit direkten und indirekten Bewertungen seiner selbst konfrontiert wird…
      Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Erfolg auf deiner Reise, Kathrin! 🙂

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      1. Danke! Im Leben lernt man ja nie aus und man kann immer etwas Neues lernen oder Altes neu bewerten.
        Ich denke, ich werde die Bilder aus meinem Aktshooting auch auf meiner Website teilen (so züchtig sind sie dann doch noch).

        Gefällt 2 Personen

  3. Die Gewohnheit, Liebe und Anerkennung von den Anderen zu bekommen, zu erarbeiten, zu erhoffen ist immer mal wieder da. Dafür war sie ja nun lange genug eine Gewohnheit. Dass mir das bewusst ist, ist ziemlich hilfreich, diese Momente kurz zu halten.
    Von der Selbstverständlichkeit, dass mir andere ihren Maßstab anhalten oder ihre gut gemeinte Meinung anlasslos (denn ich hatte seltenst danach gefragt) vorstellen, habe ich mich verabschiedet. Ich unterbreche schlicht #mensplaining, #momsplaining ist komplett abgestellt und Maßstäbe Anderer bedenke ich mit einem „Danke. Interessant, dass Dir das so wichtig ist. Mir nicht.“
    Jetzt habe ich Raum für Selbstliebe. Es ist immer noch Trainingsgelände. Und wird gerade ganz gut. Ein Optimum oder einen nach außen zu tragenden Beweis des „Erreichens / Leistens“ gibt es dabei nicht. Es ist meins für mich und kann in Ruhe bei mir verbleiben. Ist gut hier damit.

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    1. Liebe Friedrike,
      danke für deinen Kommentar.
      Ja, diese Gewohnheit von außen/anderen etwas bekommen zu wollen kenne ich auch gut… Dass du dir dessen bewusst bist, ist aber mit Sicherheit schon mal gut.

      Dass du in Sachen fremder Maßstäbe (#mensplaining und auch #momsplaining) schon so weit und konsequent bist, finde ich toll! Davon bin ich leider noch recht weit entfernt (nach meinem persönlichen Maßstab).

      Raum für Selbstliebe – ein Trainingsgelände. Das gefällt mir. Heißt es doch, dass es a) möglich ist, weil Raum vorhanden und b) dass wir es in der Hand haben. Selbstbestimmt.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Zeit fürs Training! Und Spaß dabei! 🙂

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