Am Rande der Gesellschaft

Oder: Worum soll es hier in Zukunft gehen?

„Ich bin Deutschland!“ – Lächelnd spricht eine junge Frau diese Worte in die Kamera. Viele weitere, ganz unterschiedliche Menschen folgen und wiederholen diesen Satz. Schön wie tolerant Deutschland doch ist. Aber stimmt das wirklich?

Wie aufgeschlossen ist unsere Gesellschaft tatsächlich gegenüber Vielseitigkeit, gegenüber Andersartigkeit? Leben etwa Menschen mit Behinderung oder auch Homosexuelle zu den gleichen Bedingungen in diesem Land wie andere?

Die Antwort lautet ganz klar: NEIN! Und diese beiden Gruppen sind nur zwei Beispiele von vielen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden – zumindest in bestimmten Bereichen.

Integration vs. Inklusion

Man könnte also von sozialen Randgruppen sprechen. Doch was ist das eigentlich genau, eine Randgruppe? Die Definitionen dazu gehen teilweise sehr auseinander, je nach Ansatzpunkt. Allen gemein ist allerdings der Aspekt des Nicht-Integriert-Seins in die Gesellschaft. Wobei das Wort Integration in der Regel bedeutet, dass sich eine Randgruppe etwa den Gegebenheiten der breiten Masse anpasst, sich eingliedert. Ist also vom Nicht-Integriert-Sein die Rede, impliziert dies, dass diese besagte Gruppe von Menschen nicht willens oder zumindest nicht fähig ist, sich einzugliedern.

Und hier ist der Knackpunkt beziehungsweise die Schwachstelle: Auch wenn es genau solche Fälle sicher auch gibt, ist es doch in der Regel so, dass die Menschen oft einfach nicht so können wie sie wollen. Weil Inklusion in unserer Gesellschaft noch nicht angekommen ist. Inklusion würde nämlich bedeuten, dass sich die Gesellschaft etwa den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen anpasst.

Und sind wir doch einmal ehrlich: Menschen mit Behinderungen, Homo- und Transsexuelle, alte Menschen, arme Menschen und selbst Menschen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen (zu dick, zu dünn), werden in unserer Gesellschaft stigmatisiert und in vielen, teils sehr unterschiedlichen, Bereichen deutlich anders behandelt als der Ottonormalbürger.

Blog mit Denkanstößen

Und genau darum soll es ab sofort in diesem Blog gehen: Mit welchen Problemen und Ungerechtigkeiten müssen sich Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen, tagtäglich herumschlagen? Wie gehen sie damit um? Aber auch: Welche positiven Ansätze gibt es bereits, um diesen Problemen zu begegnen?

Am Ende soll dieser Blog zum Nachdenken und mit etwas Glück auch zum Umdenken anregen – ganz im Sinne der natürlichen Vielfalt menschlichen Lebens.

PS: Trotz ausgeprägter Neugier und den (sozialen) Medien bekomme ich leider nicht alles mit. Daher sind inhaltliche Anregungen zum skizzierten Themenfeld jederzeit willkommen – ob vom kritischen Ottonormalbürger oder denen am Rande der Gesellschaft.

Du hast Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasse einen Kommentar – ich antworte gerne!


4 Gedanken zu “Am Rande der Gesellschaft

  1. Eine schöne Idee! Ich freue mich auf die Blogposts und bin gespannt welche Sichtweisen zum Nachdenken da auf mich zukommen!
    Auf tolle Themen, viele Leser und einen angeregten Austausch!

    Aleksander von Quergedachtes

    Gefällt mir

Und was ist dein (Mehr-)Blick zum Thema? Schreib es mir doch gerne in einem Kommentar! :-)

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