Zehn Wünsche an die Gesellschaft 2014

Foto: Pusteblume
Wünsch dir was…; Copyright: Willi Haimerl, http://www.pixelio.de

In wenigen Tagen ist es so weit: Das Jahr 2013 geht zu Ende. Der Jahreswechsel ist die Zeit, in der die Menschen die vergangenen Monate Revue passieren lassen und Vorsätze fürs neue Jahr fassen. Hier gibt es heute allerdings keine guten Vorsätze, sondern vielmehr zehn Wünsche, die ich an die Gesellschaft im Jahr 2014 habe.

(Die Reihenfolge der folgenden Punkte hat nichts mit ihrer Wichtigkeit zu tun.)

Meine Wünsche:

1)    Ich wünsche mir mehr Humor. Ich möchte, dass wir beispielsweise weiterhin über die Zeichnungen von Phil Hubbe lachen können – miteinander!

2)    Ich wünsche mir, dass die Paralympics in Sotschi eine große mediale Aufmerksamkeit bekommen – mindestens so wie die Paralympischen Sommerspiele in London 2012.

3)    Beim Stichwort Sotschi wünsche ich mir außerdem einen Sinneswandel von Wladimir Putin. Homosexuelle Sportler und Sportlerinnen dürfen nicht aufgrund ihrer Sexualität von der russischen Regierung schikaniert werden! NIEMAND sollte deswegen verurteilt werden!

4)    Ich wünsche mir mehr Projekte wie inkluWAS oder die Pro Infirmis-Kampagne – Projekte, die nicht nur reden, sondern aktiv werden und handeln.

5)    Ich wünsche mir, dass Konzernchefs nicht mehr homophob und ignorant und oberflächlich sein dürfen – damit solche Vorfälle wie bei Barilla oder Abercrombie & Fitch nicht wieder passieren.

6)    Ich wünsche mir, dass Demenzpatienten in Krankenhäusern endlich die Betreuung zukommt, die sie verdienen – ja, auch aus einem ganz persönlichen Beweggrund heraus.

7)    Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft versteht, dass wir alle davon profitieren, wenn unsere alltägliche Umgebung barrierefrei gestaltet wird.

8)    Ich wünsche mir, dass es nichts Besonderes oder gar Schlimmes mehr ist, wenn Menschen des gleichen Geschlechts sich öffentlich küssen – egal ob homosexuell oder ob Heteromänner damit gegen Homophobie protestieren.

9)    Ich wünsche mir, dass die soziale Schere zwischen Arm und Reich sich wieder schließt und nicht noch weiter auseinander driftet. Denn weder Obdachlose sollte es geben, noch versteckte Armut im Job – um nur zwei Beispiele zu nennen.

10)  Ich wünsche mir, dass die Damen und Herren Kollegen in den Medien endlich verstehen, dass Vielfalt wichtig und gut ist. Dass sie verstehen, wie sehr sie selbst mit ihrer Berichterstattung das Bild von Menschen mit Behinderung oder auch das Selbstbild junger Mädchen prägen.

11)  Und eigentlich wünsche ich mir, dass es gar nicht nötig wäre, all diese Wünsche hier zu äußern, weil Inklusion und Akzeptanz endlich selbstverständlich wären.

Vielleicht ist all das auch ein bisschen viel verlangt von den folgenden zwölf Monaten. Aber man wird doch noch träumen dürfen, oder?

Was wünscht ihr euch von 2014?


7 Gedanken zu “Zehn Wünsche an die Gesellschaft 2014

  1. Erst mal finde ich, dass Du hier sehr schöne Wünsche äußerst. Ich würde mir wünschen, dass es generell mehr inklusion gibt und kein Mensch wegen eines Handicaps, seiner Hautfarbe, Religion,… ausgegrenzt wirs. Außerdem würde ich mir wünschen, dass die Menschen wieder mehr am Schicksal ihrer Mitmenschen teilnehmen und hinschauen. Ein besonders großer Wunsch von mir ist, dass Menschen nicht mehr leiden müssen – sei es durch Armut, Hunger oder Gewalt. LG Sabrina

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    1. Danke, auch für deine schönen Ergänzungen der Wünsche. Denen kann ich mich so nur anschließen. Vor allem der Aspekt mit dem Hinschauen und Teilnehmen am Schicksal der Mitmenschen wäre eigentlich doch recht einfach umzusetzen.
      Wirklich schöne Wünsche – und schade, dass wir es uns noch wünschen müssen.
      LG Nadine

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    2. Ich wünsche mir darüber hinaus, dass die Menschen nicht nur teilnehmen und hinschauen – sondern dann auch mit anpacken. Nichts finde ich unschöner als einen Menschen, der hinsieht, die Leute dabei wohlmöglich noch bemitleidet (ach, die aaaaaaarmen…) und dann unbehelligt weiter seinen Striemel durchzieht. *grummel* Ich hab da so zwei bis drei Beispiele im Kopf, bei denen ich mir schlicht und ergreifend nur noch die Hand vor die Stirn schlagen kann aufgrund der zu Grunde liegenden Ignoranz.

      Damit ist mein ergänzender Wunsch für 2014 ganz klar: Ich wünsche mir weniger Ignoranz und Egoismus.

      Und ich wünsche mir, dass die Pharmaindustrie wichtige Forschungen nicht blockt, sondern mal unterstützt – vielleicht kann dann mal ein großer Durchbruch in Richtung HIV, Alzheimer und Co erzielt werden…

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      1. Wow, danke Polly für deine Wünsche. Alle drei Punkte sind auf jeden Fall wichtig!
        Gerade der Hinweis, dass nach der Teilnahme und dem Hinschauen gegebenenfalls auch ein Handeln folgen sollte, ist eine wichtige Ergänzung.
        Ich weiß ja nicht, wie privat die Beispiele sind, die du da konkret im Kopf hast, aber vielleicht magst du uns das eine oder andere ja doch noch erzählen? Ich würde mich freuen

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